Aktuell

25 Jahre VSR - Jubiläuumsschau

 

Die Vorbereitungen sind im vollen Gange!

 

 

Hier schon einmal die Ausstellungsbestimmungen &

 

die Meldepapiere für unsere Jubiläuumsschau 2024

 

in Hockenheim.

 

Wir freuen uns auf eine großartige Schau mit

 

vielen hervorragenden Tieren.


Meldepapiere Jubiläuumsschau 2024
Meldepapiere_JS_2024_Final.pdf
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Ausstellungsbestimmungen Jubiläummschau 2024
Ausstellungsordnung_JS_2024_Final.pdf
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Wir können es nicht fassen!

 

Wir trauern um unseren guten Freund, VSR Mitglied und erfolgreichen Taubenzüchter

 

Valentin Jung

 

Züchter von Orientalischen Roller und Giertauben

 

 

Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung

 
findet am Freitag, den 12.5.2023 um 14:00 Uhr

 

auf dem Friedhof Wintersdorf statt

 

(Dorfstraße 75, 76437 Rastatt)

 

*13. Oktober 1952  - +28. April 2023


Ein Bericht von Martin Zerna

 

Srebrniak Polski, wie ich sie sehe

Srebrniak Polski, wie ich sie sehe

 

Verehrte Leser, erschrecken sie bitte nicht, wenn ich als deutscher Züchter etwas über ihre großartige Nationalrasse schreibe. Erwarten sie auch keine Kritik. Das würde ich mir nie anmaßen. Viel wichtiger ist es doch, den eigentlichen Stellenwert dieses außergewöhnlichen Tümmlers aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Je mehr wir davon wissen, wird es leichter, Zusammenhänge umfassend zu begreifen. Das wiederum kommt den Tauben zugute.

 

Erste Kontakte zu den Srebrniaki

Mein Vater, ein Hühnerexperte, las die Geflügel Zeitung. Zu gern blätterte ich als Kind darin. Für mich waren die Fotos das Optimum. Dabei prägte sich mir der Gesamteindruck dieser schönen Rasse ein. Dann, es war 1959, sah ich erstmals auf der Bezirksausstellung in Frankfurt/Oder diese Tauben. Ihr Rassename lautete damals in deutscher Sprache „Galizier Silberelster“.

Bereits wenige Monate später wurde ich Mitglied im Rassetaubenverein von Frankfurt/Oder. Dadurch lernte ich den Züchter der „Galizier“, so nannten wir die Rasse kurz, persönlich kennen. Mit dem Fahrrad besuchte ich ihn. Er züchtete außerdem Berliner Kurze. Seine Galizier Silberelstern zogen die Kurzen auf. Die wiederum seine Silberelstern. Das liegt inzwischen über 60 Jahre zurück. Ich erwähne es am Rand, um zu dokumentieren, wie es damals auf den Taubenschlägen aussah. Zwei verschiedene Rassen traf man bei den Tümmler-Züchtern ganz oft an.

Außerdem erinnere ich mich gerne an die vielseitigen Ausstellungen der 1960er Jahre in Frankfurt. Zur Bewertung kam aus Stahnsdorf bei Berlin der Richter Fritz Schäfer. Er fühlte sich zu der Zeit immer noch als eine Art Übervater der Srebrniak. Schließlich war er Gründer des ersten Deutschen Spezialclubs für die Rasse Ende der 1920er Jahre. Dieser Club schlief jedoch bald wieder ein. In den 30er Jahren gab es durch Schäfer einen erfolgreicheren Neustart. Nach 10 Jahren, aber besonders durch den Krieg, war abermals alles vorbei.

 

Seien sie stolz auf diese Taube!

Denken wir einmal an Amerika und die Taubenzucht dort. Was fällt uns dazu ein? Was wissen wir, ohne jemals dort gewesen zu sein? Schnell kommen wir auf die Kingtaube. Sie ist tatsächlich das Aushängeschild der Züchter von dort.

Ein weiterer Gedanke. Was brachte der Nahe Osten in der Blüte seiner Taubenzucht hervor? Ihnen fallen sicher Rassen wie Lahore, Damaszener oder Libanontauben ein. Mit diesen Beispielen lassen wir es bewenden. Jede Gegend hat ihre herausragenden Produkte.

Auf die polnische Nation und ihre Taubenzucht bezogen, empfinde ich „Srebrniak Polski“ als das Synonym überhaupt. Es ist ihre großartige Nationalrasse! Sein sie als Taubenliebhaber und Menschen stolz darauf. Srebrniaki spiegelt wie keine zweite Rasse aus Polen ihre klugen Züchter. Diesen Satz lassen sie bitte einmal auf sich wirken. Und ich füge bewusst eine Bitte hinzu: Zeigen sie ihr großes Können den Besuchern und Züchtern auf der kommenden Europa-Schau. Kielce 2022 ist der richtige Rahmen, edle Srebrniaki in allen Farben und höchster Qualität zu präsentieren. Europas Züchter warten darauf. Das große Fest der Züchter unseres Kontinents steht bevor. Kann es eine bessere Werbung für Polens Nationalrasse geben? Ich sage sehr deutlich – nein! Kielce wird ein Ereignis von Rang werden. Die Züchter anderer Länder sind bereits heute neugierig. Schließlich geben sie als Mutterland der Rasse das Entwicklungstempo und den Standard vor.

 

Ein weiter Blick zurück

Hellsilberfarbige (eisfarbige) Tauben erregten bereits unter den Persern Aufsehen. Ein Beleg dafür sind die uralten Damaszener. Und unter den Syrischen Rassen finden wir ebenfalls die Eisfarbe.

Bezogen auf Polen und das historische Territorium von Galizien würde schlussfolgere ich: Von  persischen Quellen ausgehend, dann über russische Handelswege zu Land oder Wasser, kam es zur direkten Verbreitung zartfarbiger Tauben. An vergangene Entwicklungsprozesse gedacht, dürfen wir uns diese Tauben nicht im heutigen Habitus vorstellen. Niemals! Inzwischen sind 2000 Jahre vergangen. Da hat sich so viel in der Entwicklung getan.

Der Landstrich Galizien gehörte bereits im 14. Jahrhundert zu Polen. In dem Zeitalter ging es Liebhabern alleine um den Taubenflug. Erst danach richteten sich die Gedanken auf die Färbung bzw. das Zeichnungsmuster. Bevor ersten Ausstellungen stattfanden, dauerte es noch Jahrhunderte! Ich denke, dass die zart silbergraue Farbe der Srebrniak von Asien nach Europa kam. Damaszener müssen eine wichtige Rolle gespielt haben. Ihre Schnabelfarbe, die Farbe des Augenrandes sowie die Färbung des Mantelgefieders stimmen überein. Zufall? Wohl kaum.

Zurückhaltender würde ich mit Einflüssen der Eistauben auf die Galizier Silberelster umgehen. Ja, Schlesien grenzt an Westgalizien. Das Indiz reicht mir nicht. Sicher hatte die Galizische Taube bezüglich der Farbe früher stärkeren Einfluss auf Eistauben.

 

Anfänge der Ausstellungszucht

Diese Epoche reicht gut 150 Jahre zurück. Bereits davor begannen Züchter, die flugintensive Galizische Silberelster hinsichtlich ihrer Merkmale zu „veredelt“. Mehrere Wege schlugen sie ein. Das ist alles hinreichend bekannt. Bestimmte Tauben von polnischen Schauen sehe ich noch vor mir. In den 1970er und 80er Jahren konnte ich bei einigen Srebrniak erkennen, zu welcher der drei wesentlichen Verfeinerungslinien sie gehörten. Mir wurde bewusst, dass es in der Zeit noch keine vollendete Einheit im Typ gab.

Erinnert an die Silberelstern von Frankfurt/Oder, waren sie gegenüber den heutigen polnischen Spitzentauben viel tiefer im Stand, in der Hinterpartie deutlich länger, im Hals kürzer, ihre Haltung waagerechter. Sie wirkten dadurch nicht annähernd elegant. Ältere Fotos belegen meine Feststellung sehr gut.

Bereits vor der Jahrhundertwende 1900 kamen Srebrniak Polski nach Deutschland. Der älteren  einschlägigen Literatur entnehme ich, dass es objektive Schwierigkeiten gab, das Zuchtziel der Rasse richtig zu verstehen. Viel ging zunächst nicht voran. Zum Ende des 1. Weltkriegs brachten angeblich deutsch Soldaten nochmals eine stattliche Anzahl Tauben aus Polen mit. Die sollen bereits moderner im Typ ausgesehen haben. Von einer starken Verbreitung, ähnlich Polen, konnte in Deutschland nie die Rede sein. Durch den zweiten Weltkrieg gingen weitere Zuchten gänzlich verloren.

 

Unterschiedliche Entwicklungen

Auf dem Gebiet der ehemaligen DDR hatten einige Zuchten die Kriegswirren überstanden. Es gab sie in Berlin, dem Ostharz, der Oberlausitz und dem Erzgebirge. In den 1970er und 80er Jahren war ich wiederholt als Richter mit Kurt Kriegel aus Cunewalde unterwegs. Dabei tauschten wir uns intensiv über seine Silberelstern aus. Er erzählte mir von seinen Fahrten zu Clubausstellungen in Krakau oder Lodz. Srebrniak waren ein Stück seines Lebensinhalts.

Betreut wurden die Srebrniak in die SZG Langschnäblige Tümmler der DDR. Die Spezialzuchtgemeinschaft betreute Deutsche und Polnische langschnäblige Tümmler gleichermaßen.

Einige interessierte Züchter der alten Bundesrepublik importierten bereits Mitte der 1950er Jahre Originaltauben aus Polen. Mit diesem Taubenmaterial ging es zunächst sehr gut voran. Doch plötzlich waren sie wieder weg. Dadurch gab es nur einzelne Züchter, deren Tiere höheren Ansprüchen genügten.

Der Rassename Galizier Silberelster bestand bis Ende der 1970er Jahre. Dann wurden die Perlfarbigen in Deutschland anerkannt. Der BDRG reagierte darauf. Plötzlich passte der  langjährige Rassename nicht mehr. Jetzt waren zwei verschiedene Farben anerkannt. Dadurch  kam es zur Umbenennung in Polnische Langschnäblige Tümmler (PLT).

 

Deutsche Besonderheiten

Gemeinsam machen wir uns nichts vor. In Deutschland haben gegenwärtig längst nicht alle Srebrniak die Klasse polnischer Spitzentauben. Nicht etwa, weil die Deutschen züchterisch hinterher hängen. Nein. Objektiv führt ein Zustand von Verunsicherung dazu. Außerdem, so glaube ich, fehlt auch ausreichend substantielles Wissen zur Rasse. Vor allem die bedingungslose und konstruktive Umsetzung des Standards bei der Bewertung gelingt nur  eingeschränkt.

Polen ist standardführendes Land in der EE. Es bedeutet, ohne Umschweife die hier gefassten Vorgaben einzuhalten. Was passiert in der Realität in Deutschland? Viel zu oft wird an den Kopf und Typ der Deutschen langschnäbligen Tümmler gedacht. Feinheiten der Srebrniak werden dadurch verwässert. Das kann niemals gut gehen.

Im Sonderverein sind einige Züchter der PLT organisiert. Einen echten Spiritus Rector erkenne ich darunter nicht. Alle machen lieb mit. Unter den Sonderrichtern verhält es sich ähnlich. Bis hinein in die gesamte Struktur des SV zeichnet sich ein etwas verschwommenes Bild ab. Wäre eine richtige Züchterpersönlichkeit darunter, käme man bestimmt schneller voran.

 

Standardbild verleitet zu Fehlern

Das noch aktuelle Bild in den gedruckten deutschen Standards hat mein französischer Freund Jean-Louis Frindel gezeichnet. Nicht etwa aus einer Laune heraus. Für ihn gab es Anhaltspunkte, wie das Bild auszusehen hat. Und er hat sich wiederholt Ausstellungstiere angesehen. Natürlich in Deutschland.

An der so entstandenen Bildvorlage hätte der Sonderverein bei J.-L. Frindel Änderungen erbitten müssen. Die Sondervereine waren darüber informiert. Passiert ist offenbar nichts. Aus  der Praxis wissen wir inzwischen, was das für Folgen hat. Man sieht es immer wieder an den ausgestellten Tauben. Nach meiner Auffassung spiegelt das polnische Standardbild die Aussagen des Standardtextes wesentlich besser. Die Körper- und Kopfverhältnisse passen harmonischer zueinander. Und auch die so wichtige abfallende Körperhaltung wird deutlicher  dargestellt.

Worüber ein gezeichnetes Bild nicht gleich Aussagen treffen kann, ist der Knochenbau und die Körperstärke. Hier muss stets deutlich gemacht werden, dass der Srebrniak eine feingliedrige bzw. zarte Taubenrasse ist. Das hat zunächst nichts mit der Größe zu tun.

Viele Züchter in Polen kennen ja die Diskussion und den daraus entstandenen Ärger, Srebrniak mit Ringgröße 8 zu beringen. Es kam dadurch, dass Deutsche langschnäblige Tümmler in Srebrniak eingekreuzt wurden. Deren Knochenbau gehört nicht zur polnischen Rasse!

Die Beringung mit Größe 7 ist europaweit die richtige Lösung. Man vergleiche doch einmal. Unsere im Knochenbau etwas kräftigeren Niemiecki Modena werden ebenfalls mit Größe 7 beringt. Wessen Knochenbau ist stärker? Keinesfalls der der Srebrniak.

 

Was fällt mir beim Kopf auf?

Auf die Feinheiten des Kopfes kommt es immer an. Besuche ich polnische Ausstellungen,  imponiert mir sehr oft die waagerechte Oberkopflinie. Dazu gehört auch der kurz gerundete Nackenabgang des Kopfes. Das ist ein Rassemerkmal des Srebrniak. Auch hier unterscheidet er sich klar von den Deutschen langschnäbligen Tümmlern.

Selbstverständlich sehe ich auch Mängel bei einigen Tauben. Beispielsweise eine nach vorne kippende Kopfhaltung. Sobald sich permanent eine Schräge ergibt, fehlt den Tieren jegliche Ausstrahlung. Das sollte kein Züchter ansatzweise tolerieren.

Auch die Aufteilungsverhältnisse von Schnabel, Vorkopf und Hinterkopf bedürfen stets genauer Beachtung. Was überhaupt nicht geht, sind sogenannte Senkköpfe. Eine gedachte Linie vom Schnabel bis zum Hinterkopf soll waagerecht sein. In der Realität sinkt sie manchmal nach unten ein. Mit dem bloßen Auge ist das gut zu erkennen. Da müssen Punktabzüge folgen.

Es gibt sogar einen Zusammenhang. Srebrniak mit Senkköpfen haben meistens einen Kniff im Vorkopf. Das heißt, hinter den Nasenwarzen ist der Keil nicht gefüllt. Besonders samicas vererben das stark weiter. Im Zuchtbestand hat so eine Taube nichts zu suchen.

Dem Schnabel schenke ich ebenfalls Aufmerksamkeit. Daher entdeckte ich eine Reihe von Tauben, die einen sogenannten Schnabeldruck zeigen. Was ist das? Vor den Nasenwarzen fällt der Schnabelrücken ein. Es entsteht eine Delle. Das sieht nicht vollkommen aus. Früher gab es das bei den Sokol Gdanski ebenfalls. Die haben das Problem inzwischen fast gänzlich überwunden. Mit anderen Worten: Man kann den Fehler beheben.

Einzelne Srebrniak heben den Schnabel zu stark an. Die Oberkopflinie in der Folge in Richtung Hinterkopf ab. So soll sich die Rasse nicht präsentieren. Hier gibt es eine weitere Verbindung von Standardelementen. Ist bei so einer hochgesichtigen Taube der Hinterkopf zu rund ausgebaut, wirkt sie gleich rassefremd.

Die Iris der Augen kann nie klar und hell genug sein! Und auch immer aufpassen, dass der Augenrand rund bleibt. In Einzelfällen liegt das obere Augenlid fast auf der Pupille. Das ist ein klarer Fehler.  

Manche Züchter behaupten, es sei Kult, so sehr auf eine tief dunkle Maske zu achten. Dem kann ich mich nicht anschließen. Erst ein dunkler Schnabel und der tief gefärbte Augenrand stechen richtig von der silbernen Färbung ab. Deshalb ist es Pflicht, stets darauf zu achten.

Anders natürlich bei den Perfarbigen. Eine starke Hornfärbung möchte man hier nicht an der Schnabelspitze sehen. Das ist die Gegenforderungen.

Alleine an den Kopfpunkten erkennen wir, dass hier viele Details stimmen müssen. Feine Srebrniak züchten, das ist nicht einfach.

 

Haltung und Gefieder

Dass der Hals in Paradehaltung leicht nach vorne gestreckt werden soll, ist kein Geheimnis. Es gehört zum Gesamtbild einer abfallenden Haltung. Hier liegt die Betonung auf der Hals-Rücken-Schwanz Linie. Entsteht da ein ungleichmäßiger Fluss, wirkt diese Taube auf den Richter immer negativ. Eine stark hohlrunde Hals-Rücken-Linien entwertet einfach.

Was mich gelegentlich stört, ist sichtbarer Hinterhals (Hengstnacken) relativ weit oben. Eine Art Buckel entsteht. Zu dem wunderschönen Typ passt das überhaupt nicht.

Ganz wichtig: Ein moderner Srebrniak muss genügend Standhöhe aufweisen. Das gelingt noch nicht immer. Man erkennt die Tauben sofort. Deren Schwanzende wischt schnell auf dem Käfigboden. Außerdem lässt sich hier keine makellose Rückenlinie erkennen. Alles was in  Richtung waagerecht geht, ist fehlerhaft. Ausreichend Standhöhe, dazu eine gewisse Kürze der Hinterpartie, adeln einen Srebrniak. Die Harmonie von beiden bestimmt die angestrebte Rückenlinie. Hier besteht ein weiterer Zusammenhang. Aber Achtung! Es gibt bereits wunderbare Tauben, die diese Merkmale hervorragend demonstrieren. Lebendige Anschauungsobjekte sind sie.

Wenig Klasse weisen die Tauben auf, deren Hals bis zu den Schultern abfällt. Dann jedoch den Schwanz bis fast in die Waagerechte bringen. Das Problem ist auch bei Kropftauben-Rassen bekannt, die eine ähnlich abfallende Haltung haben sollen. In dem Augenblick, wo die Schwanzpartie angezogen wird, ist eine untere Bewertung unumgänglich.

Vielleicht unterschätzen einzelne Züchter in Polen die Tatsache, dass der Schwanzaufbau (Schwanzschluss) eines Srebrniak den Gesamteindruck ebenfalls beeinflusst. Hierzu möchte ich etwas ausholen.

Die Züchter der Kingtauben achten streng darauf, dass die Schwanzfedern vollkommen geschlossen liegen. Einige von ihnen verlangen lediglich eine Federbreite, nicht mehr. Beim Srebrniak sind solche Dinge nicht vorgeschrieben. Aber, auf die Schwanzformen sollte deutlich mehr geachtet werden. Ich finde, ein Teil der Tauben besitzt zu lose Schwänze. Auf jeder Seite des Schwanzes hängen beispielsweise drei Federn stufenförmig herab. Das passiert anderen Rassen natürlich auch. Doch beim Srebrniak, einer schlanken und eleganten Taube, müssen in so einem Fall in der Bewertung Punkte abgezogen werden. Offene Schwänze sehen wenig schön aus.

Im Extremfall sieht der Schwanz vollkommen hol aus. Eine gewisse Ähnlichkeit zum Sokol Gdansk. Beim Srebrniak jedoch nur mit 12 Schwanzfedern. Solche Tauben würde ich nicht für die weitere Zucht nehmen. Auch das vererbt sich stark.

 

Nachgedacht über die Farbe

Ob jetzt Silberblau oder Perl, das ist gleichgültig. Ich beobachte bei anderen Rassen Ähnlichkeiten. Überall wird betont, dass die Farben möglichst zart, klar und hell sein sollen. Stimmt ja erst einmal. Wo aber sind die Grenzen bei der Farbe? Schnell wird außeracht gelassen, dass alle samiec durch ihr Geschlecht eine besonders helle Färbung aufweisen. In dem Zusammenhang denke ich an die Elster. Wir haben hier eine klar vorgeschriebene Zeichnung. Sie wird durch farbige und weiße Grenzlinien markiert. In der Realität betrifft es den Brustschnitt, das farbige Rückenherz und den farbige Keil besonders. Natürlich verstehe ich die Absicht der Züchter. Werden ständig Tauben mit dunklem Schatten im Hals oder Kopf selektiert, hat das Auswirkungen auf die Farbe. Letztlich ergibt sich daraus eine Frage: Wie lässt sich dabei die Elsterzeichnung beurteilen? Die farbigen Grenzen vom Rückenherz sind kaum zu erkennen. Oder, auch die Frage: hat eine Taube weiße Federn im Keil oder nicht? Wie lässt es sich erkennen? Bei einer Elster ist das ebenfalls entscheidend. Mit dem Hinweis wollte ich lediglich einen Denkanstoß geben. Ich bin überzeugt, der Spezialclub in Polen sieht das ebenfalls mit offenen Augen.

In sehr alten Standards wurde darauf verwiesen, dass die Schwanzfarbe blau sein soll. Heute ist es längst kein Thema mehr. Die Eis- oder Perlfarbe reicht von der Schwanzspitze bis zum Schnabelansatz. Das ist inzwischen Allgemeingut. Zu beachten wäre in dem Zusammenhang, dass hinter der durchgehend farbigen Schwanzbinde ein möglichst breiter Streifen in heller Farbe folgt. Bei Spitzentauben ist das Pflicht.

Die Binden- oder Hämmerungsfarbe gehört ebenfalls zu den Streitthemen. Ist die Färbung nicht intensiv genug, wird immer behauptet, mehr Farbe bringt sofort Schatten im Hals. Mit dem Gedanken freunde ich mich schwer an. Im Srebrniak haben wir einen Tümmler vor uns. Folgerichtig werden hier keinesfalls die Maßstäbe der Eistaube angelegt. Das gilt es stets zu bedenken. Mangelhaft durchgefärbte Binden oder Hämmerung sehen einfach nicht besonders schön aus. Darauf möchte ich verweisen.

Die Elsterscheckung mit weißem Schwanz kennt man in Deutschland kaum. In Polen ist das durch die Murzyni keine Besonderheit. Und ganz ehrlich: Die weißschwänzigen Srebrniak gefallen mir auch. Die sehen richtig Schick aus.

Weißschwänze werden gelegentlich mit den Farbschwänzen gepaart. Dann passiert es, dass bei der Nachzucht ein Teil der Federn farbig, ein anderer Teil weiß ist. Für den Ausstellungskäfig können diese Tiere nicht genommen werden. Die Weiterzucht bei Weißschwänzen funktioniert in Grenzen.

Die Weißen sind, so wie ich es wahrnehme, auch in Polen seltener. Das hat durchaus Ursachen. Hier muss nämlich der Typ nahezu perfektioniert sein. Keine Anforderungen an die Farbe. Daher volle Konzentration auf Typ, Kopf und Auge.

 

Die Europaschau Kielce 2022, das Highlight für Srebrniak Polski!

Bereits heute fühle ich eine gewisse Aufregung in mir. Wie werden die polnischen Züchter auftrumpfen? In welcher Form die Nationalrasse Nummer 1 aus Polen präsentieren? Es bietet sich die größte Chance, dass Europa darauf blickt. Auch, dass alle voneinander lernen. Es öffnen sich neue Wege zum Miteinander. Besonders deshalb schrieb ich diesen Artikel für ihre immer erstklassige Fachzeitung Golebie. Vielleicht verstehen sie inzwischen einige Vorgänge in Deutschland etwas besser. Kontakt suchen die Züchter. Das steht vollkommen außer Frage.

Der Schwerpunkt der polnischen Züchter wird nicht alleine auf der Standardführung in der EE liegen. Zwar sehr wichtig, aber nicht alleiniges Merkmal. Von Polen aus können auch Hinweise oder Hilfen sowie eine gewisse Kontrolle ausgehen. Dazu gehört ein glühendes Herz für die Rasse. Was die Züchter im Mutterland geschafft haben, ist aller Ehren wert!

 

 

Martin Zerna

Wiederum Deutscher Meister der

 

Deutschen Rassetaubenzucht 

 

2022

Wir gratulieren unserem Mitglied

 

Horst Lauinger 

 

für das Erringen auf der Weltschau 

 

 

 

Weltmeister 

 

und

 

Weltchampion

 

mit seinen Tieren

 

 

Modena 

 

Schietti

 

rotfahl-gehämmert

 


Die Mitglieder der Vereinigung Südwestdeutscher Rassetaubenzüchter gratulieren zu diesem Erfolg.

 

Wir sind stolz einen so erfolgreichen Züchter in unseren Reihen zu haben

Wir begrüßen unser neues Mitglied

 

Don van Dam

 

aus Schömberg 

 

er züchtet Altholländische Kapuziner

Sein Spitzentier der Altholländischen Kapuziner in rot wurde

auf der VDT-Schau Hannover 2022

zum Champion gekürt. 

 

Herzlichen Glückwunsch Don.

 

 

Der Vorstand der VSR gratuliert allen Deutschen Meistern 

 

von der VDT-Schau in Hannover

 

569 Punkte Zimmermann Ralf Giertauben blau mit schwarzen Binden

568 Punkte Zimmermann Ralf Giertauben gelbfahl

575 Punkte Platt Mathias Deutsche Schautauben blau mit schwarzen Binden

 

571 Punkte Olzinger Dominik Schlesische Kröpfer schwarz

 

567 Punkte Schmid Ralf Altdeutsche Mövchen gelbfahl

 

570 Punkte Schmid Ralf Italienische Mövchen gelbfahl

 

576 Punkte Saueressig Mario Orientalische Roller schwarz

 

571 Punkte Saueressig Michael Orientalische Roller gelb

 

572 Punkte Saueressig Michael Orientalische Roller weiß

 

568 Punkte Saueressig Mario Orientalische Roller Weißschlag schwarz

 

 

576 Punkten Saueressig Mario Orientalische Roller schwarz-sprenkel

 

 

Auch auf der Nationalen Rassegeflügelschau in Leipzig

 

waren unsere Mitglieder wiederum sehr erfolgreich

 

so konnten folgende Mitglieder 

 

den Titel Bundessieger erringen

 

Südbatschkaer Tümmler Gelb Hartwig Jürgen 477 Punkte

Erlauer Tümmler Blau mit schwarzen Binden Wolf Karl 481 Punkte

Italienische Mövchen Gelbfahl Schmid Ralf 475 Punkte

Wiener Tümmler Rotfahl Schmid Ralf 475 Punkte

 

Wir sind stolz, so viele gute Züchter in unseren Reihen zu haben

 

Bilder von einem schönen kameradschaftlichen Wochenende 

auf der VDT-Schau in Hannover

 

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Herzlichen Glückwunsch!!!!

 

Auf der Nationalen Rassegeflügelschau in Leipzig 

 

errang unser Mitglied

 

 

Karl Wolf

 

 

den Goldenen Siegerring

 

 

mit Erlauer Tümmler blau mit schwarzen Binden

 

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Die Mitglieder der Vereinigung Südwestdeutscher Rassetaubenzüchter gratulieren zu diesem Erfolg

 

wir sind stolz einen so erfolgreichen Züchter in unseren Reihen zu haben

Jetzt ist er da!!!!

 

 

23 Jahre ist der VSR 1997 nun alt.

 

seit 20 Jahren nehmen wir an der an der Deutschen Vereins Meisterschaft teil.

 

davon standen wir

 

14 mal auf dem Siegertreppchen

 

wurden 4 mal Zweiter

 

und 2 mal Dritter. 

 

Der Vorstand ist stolz auf seine Mitglieder und Aussteller die an diesen Meisterschaften teilgenommen haben. 

 

Wiederum Deutscher Meister der

 

Deutschen Rassetaubenzucht 

 

nach 2017 und 2018 auch 

 

2019

Hier die Ergebnisse von der Europaschau in Herning!!!

Tauben-Katalog.pdf
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Tauben-Europameister_NEU.pdf
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Tauben-Europachampion_NEU.pdf
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Die Listen sind ohne Gewähr!!!

Wir haben es wieder geschafft!!!!!!!!!!!!!!!

Die ersten Bilder von den Spitzentiere

 

von unserer Jubiläumsschau in Hockenheim

weitere Bilder unter Bildergalerie 2018
weitere Bilder unter Bildergalerie 2018

Fast alle Vorstandsmitglieder waren am Freitag nach der Bewertung

 

mit ausschmücken der Ausstellungshalle und dem

 

fertigstellen des Katalogs trotz weiter Wege dabei.

weitere Bilder vom freitag auf der Seite Bildergalerie 2018
weitere Bilder vom freitag auf der Seite Bildergalerie 2018

einsetzen auf der Jubiläumsschau

Deutsche Meister der Rassetaubenzucht im VDT Leipzig 2017


Lackschildmövchen 

gelb

Horst Schwämmle

477 Pkt.

Amsterdamer Kröpfer

blaufahl

ZGM Hoth Hans-Jürgen

472 Pkt.

Amsterdamer Kröpfer

blaugeherzt

ZGM Hoth Hans-Jürgen

472 Pkt.

Brünner Kröpfer 

blau mit schwarzen Binden

Dominik Olzinger

477 Pkt.



Dänische Stieglitze

blau

Klaus Steil

473 Pkt.

Deutsche Modeneser

Blauschimmel m. schw. Binden

Brigitta Roth-Knoblauch

478 Pkt.

Erlauer Tümmler

blau mit schwarzen Binden

Karl Wolf

479 Pkt.

Giertauben

gelbfahl

Ralf Zimmermann

475 Pkt.


Giertauben

rotfahl

Bernd Hartmann

476 Pkt.

Glanztaube

glattköpfig schwarz

Reiner Kraus

475 Pkt.

Italienische Mövchen

gelbfahl

Ralf Schmid

474 Pkt.

Komorner Tümmler

weiß

Rolf Bareiß

481 Pkt.


Lockentaube

rotschimmel

Fritz Kalverkamp

477 Pkt.

 

Lockentaube 

schwarz

ZGM Weidmann Rolf u. Heike

475 Pkt.

Mookeetauben

braun

Ralf Schmid

482 Pkt.

Mookeetauben

schwarz

Ralf Schmid

477 Pkt.

 


Orientalische Roller

dun

Karl Knopf

478 Pkt.

Orientalische Roller

gelb

Karl Knopf

475 Pkt.

Orientalische Roller

weiß

Michael Saueressig

480 Pkt.

 

 

Persische Roller

rotfahl

Harald Czempiel

472 Pkt.



Perückentaube

weiß

Fritz Kalverkamp

478 Pkt.

Perückentaube

rot

ZGM Körber Marina&Jochen

476 Pkt.

Perückentaube

schwarz

Bernd Wanke

482 Pkt.

Schlesische Kröpfer

schwarz

Dominik Olzinger

480 Pkt.

 



Südbatchkaer Tümmler

gelb

Jürgen Hartwig

477 Pkt.

Szolnoker Tümmler

gelbgeganselt

Jürgen Hartwig

476 Pkt.


Bilder: Archiv Jahn

Achtung, Achtung

Neue Kontonummer der VSR:

Bei Überweisungen bitte diese Nummer verwenden:

Empfänger: VSR

 

Konto Nummer: DE77 5425 0010 0016 0044 34

 

BiC: MALADE51SWP

 

Achtung, Achtung


Wir haben ab sofort ein neues Vereinslokal!!!!!